Vision Possible - Mystisches Kärnten
 

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Start Geschichte Kärntens
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Paläolithikum - Altsteinzeit  (ca. 600.000 bis 10.000 v.Chr.)

Das Paläolithikum, die Altsteinzeit, ist die bislang längste Periode der Menschheitsgeschichte. Geprägt ist dieser Zeitabschnitt vom Gebrauch von Steinen, Knochen oder Holz für den Werkzeug- und Waffenbau. Die genaue zeitliche Eingrenzung der Altsteinzeit fällt jedoch schwer. Neue Fundgegenstände ergänzen, verändern und erneuern die bisherigen Erkenntnisse ständig. Generell wird das Paläolithikum in Alt-, Mittel- und Jung-Altsteinzeit gegliedert, wobei auch diese Abschnitte nach den „Leit-Werkzeugfunden“ in Untereinheiten zusammengefasst werden. In Europa ist die Steinzeit durch ein eher raues Klima gekennzeichnet. Die vier letzten großen Eiszeiten des Pleistozäns, die nach vier bayrischen Flüssen Günz, Mindel, Riss und Würm bezeichnet werden, fallen in diese Periode. Trotz der Zwischenwarmzeiten war die Vegetation in dieser Epoche vermutlich eher spärlich.

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Mesolithikum - Mittelsteinzeit (ca. 10.000 bis 5/4.000 vor unserer Zeitrechnung)

Das Mesolithikum dauerte in Mitteleuropa von 8.000 bis 5.000 vor unserer Zeitrechnung. Im Orient kann bereits vor 10.000 Jahren vom Übergang in die Mittelsteinzeit gesprochen werden. Das Mesolithikum war durch einen Klimawandel bestimmt. Eine Wärmeperiode führte zum Abschmelzen der Gletscher, zur Wiederbewaldung der Tundrengebiete sowie zum Aussterben von Teilen der Altsteinzeitlichen Tierwelt (Mammut, Höhlenbär, Wollnashorn). Der Mensch musste sich den geänderten Bedingungen anpassen. Zu seiner wichtigsten Beute wurden Waldtiere, wie Hirsche, Rehe oder Wildschweine. Auch kleinere Lebewesen, wie Hasen, Vögel oder Fische standen vermehrt auf seinem Speiseplan. Er betrieb noch keinen Ackerbau, die Voraussetzungen dafür wurden jedoch gegen Ende der Mittelsteinzeit geschaffen.

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Neolithikum - Jungsteinzeit  (ca. 5/4.000 bis 3/2.000 v. Chr.) 

Mit der sogenannten „Neolithischen Revolution“ begann ein neues Kapitel der Menschheitsgeschichte. Der Homo sapiens wurde sesshaft. Ackerbau und Viehzucht wurden zu den bestimmenden Wirtschaftsformen, in Zuge dessen auch ein deutlich feststellbares Bevölkerungswachstum einsetzte. Die ersten Wildgetreidesorten, wie Weizen, Gerste oder Hirse, wurden angebaut, aber auch Erbsen, Mohn und Beeren gehörten auf den Speiseplan des jungsteinzeitlichen Menschen. Als Nutztiere wurden Schafe, Ziegen, Schweine und Pferde domestiziert. Der Ackerbau führte zu einem längeren Verweilen der Menschen an einem Ort. War der Boden vom Anbau ausgelaugt, so zog der Familienclan weiter. In erster Linie entstanden Rundhäuser, aber auch rechteckige Hausformen wurden im Neolithikum errichtet. Baumaterialien waren Schilf und Lehm, später verwendete man Stampflehm und Trockenziegel.

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Bronzezeit (von ca. 2.500 bis 800 Jahren vor unserer Zeitrechnung)

Der letzte Abschnitt der Steinzeit wird als Kupferzeit bezeichnet. In dieser Periode begannen die Menschen Erze zu gewinnen und auch zu verarbeiten. In Österreich gibt es zahlreiche Fundstätten mit Kupfersteinzeitlichen Reliquien. Der wesentliche Vorteil, den Bronze gegenüber Kupfer aufweist, ist seine Härte. Im Gegensatz zu Kupfer ist Bronze eine Legierung, die zu 90% aus Kupfer und zu 10% aus Zinn besteht. Im Orient kannte man die Herstellung von Bronze bereits im 4.Jt. vor unserer Zeitrechnung. Von dort trat es seinen „Siegeszug“ nach Europa an. Ackerbau, Viehzucht, Handwerk und Handel boten in dieser Epoche eine breitere Palette von Berufen. Interkontinentaler Warenaustausch sorgte für die Verbreitung von Rohstoffen, Lebensmitteln und Kunstgegenständen.

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Hallstattzeit - von ca. 850/800 bis 450 Jahren vor unserer Zeitrechnung

Mit der Gewinnung und Nutzung von Eisen begann ein neuer Abschnitt der Menschheitsgeschichte. Dieses Material revolutionierte das Handwerk, die Landwirtschaft und letztlich auch das Kampf- und Kriegswesen. Das Eisen war um vieles härter als die Bronze und dadurch auch widerstandsfähiger und länger verwendbar. Dennoch dauerte es eine geraume Zeit bis das Eisen seinen Siegeszug durch ganz Europa antrat. Zu Beginn der Hallstattzeit war die Bronze weiterhin das beliebteste und am häufigsten verwendete Material. 

Die älteste Periode der Eisenzeit wird nach dem kleinen Ort Hallstatt im oberösterreichischen Salzkammergut bezeichnet. Hier wurde ein Feld mit über 1.000 Gräbern entdeckt, mit zahlreichen interessanten und wertvollen Beigaben. Die Funde gewähren gute Einblicke in diese spannende Epoche.

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