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Paläolithikum - Altsteinzeit (ca. 600.000 bis 10.000 v.Chr.)
Das Paläolithikum, die Altsteinzeit, ist die bislang längste Periode der Menschheitsgeschichte. Geprägt ist dieser Zeitabschnitt vom Gebrauch von Steinen, Knochen oder Holz für den Werkzeug- und Waffenbau. Die genaue zeitliche Eingrenzung der Altsteinzeit fällt jedoch schwer. Neue Fundgegenstände ergänzen, verändern und erneuern die bisherigen Erkenntnisse ständig. Generell wird das Paläolithikum in Alt-, Mittel- und Jung-Altsteinzeit gegliedert, wobei auch diese Abschnitte nach den „Leit-Werkzeugfunden“ in Untereinheiten zusammengefasst werden. In Europa ist die Steinzeit durch ein eher raues Klima gekennzeichnet. Die vier letzten großen Eiszeiten des Pleistozäns, die nach vier bayrischen Flüssen Günz, Mindel, Riss und Würm bezeichnet werden, fallen in diese Periode. Trotz der Zwischenwarmzeiten war die Vegetation in dieser Epoche vermutlich eher spärlich.
Menschen:
Es gilt heute als wissenschaftlich erwiesen, dass die Heimat des Menschen in Afrika lag. Vor ca. zwei Millionen Jahren verbreitete er sich vom schwarzen Kontinent aus (es gab mehrere Gruppen von Menschen, die nebeneinander existierten, wie der Homo erectus, Homo rudolfensis oder Homo ergaster - siehe Stammbaum des Menschen) langsam über den gesamten Erdkreis. Der moderne Mensch, unser direkter Vorfahre, der Homo sapiens sapiens, trat in Europa vor ca. 40.000 Jahren vermehrt auf. Zu jener Zeit war auch der Neandertaler in Europa beheimatet. Die Menschen der Steinzeit waren Jäger und Sammler. Sie blieben nie lange an einem Ort, sondern folgten den Beutetieren. Die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung sah vor, dass die Männer jagen und fischen gingen, während die Frauen Beeren und Früchte sammelten. Als Unterkünfte dienten in erster Linie Felsvorsprünge, Hütten aus Laub und Zweigen, Zelte oder Höhlen.
Höhle aus der Altsteinzeit in Griffen




