Mesolithikum - Mittelsteinzeit (ca. 10.000 bis 5/4.000 vor unserer Zeitrechnung)
Das Mesolithikum dauerte in Mitteleuropa von 8.000 bis 5.000 vor unserer Zeitrechnung. Im Orient kann bereits vor 10.000 Jahren vom Übergang in die Mittelsteinzeit gesprochen werden. Das Mesolithikum war durch einen Klimawandel bestimmt. Eine Wärmeperiode führte zum Abschmelzen der Gletscher, zur Wiederbewaldung der Tundrengebiete sowie zum Aussterben von Teilen der Altsteinzeitlichen Tierwelt (Mammut, Höhlenbär, Wollnashorn). Der Mensch musste sich den geänderten Bedingungen anpassen. Zu seiner wichtigsten Beute wurden Waldtiere, wie Hirsche, Rehe oder Wildschweine. Auch kleinere Lebewesen, wie Hasen, Vögel oder Fische standen vermehrt auf seinem Speiseplan. Er betrieb noch keinen Ackerbau, die Voraussetzungen dafür wurden jedoch gegen Ende der Mittelsteinzeit geschaffen.
Die Menschen lebten vermehrt an Flüssen und stehenden Gewässern. Man hauste in Höhlen, Zelten oder unter Felsvorsprüngen. Die Jagdwaffen wurden in der Mittelsteinzeit optimiert und partiell mit Verzierungen versehen, Beile und Harpunen aus den Abschlägen vom Feuerstein hergestellt, und auch Pfeil und Bogen aus Holz oder Geweihen waren bereits in Verwendung.
Österreich: In Österreich gibt es zahlreiche Funde in Höhlen, vor allem im Bereich der Nördlichen Kalkalpen.
Kärnten: In Kärnten lassen sich nur Einzelfunde aus dem Mesolithikum erkennen.




