Globasnitz
 

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Globasnitz

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Globasnitz

 

 

Gemeinde Globasnitz

Die Gemeinde Globasnitz liegt zwischen dem südlichen Rand des Jaunfeld und den Karawanken. Der Hauptort Globasnitz ist ungefähr 7 km Luftlinie von der österreichisch-slowenischen Staatsgrenze entfernt. Bereits die Kelten dürften den auf dem Gemeindegebiet von Globasnitz befindlichen Hemmaberg besiedelt haben. Am Hemmaberg befand sich eine Kultstätte, die dem Gott Jovenat geweiht war. Mit der römischen Okkupation Noricums 15 v. Chr. entstanden ab der Regierungszeit des römischen Kaiser Claudius auch Siedlungen in der Talebene. Grabungsfunde weisen auf ein Militärlager sowie die Bedeutung als Relaisstation entlang der Römerstraße von Virunum nach Celeia (Celje) über den Luschasattel hin. Das Siedlungszentrum im Bereich des heutigen Hauptortes Globasnitz wurde Iuenna genannt (von der sich auch die Bezeichnung Jauntal ableitet). Iuenna gehörte zum Stadtgebiet von Virunum. Westlich und östlich der antiken bzw. der heutigen Siedlungen befinden sich antike Grabfelder. Die Funde sind in einem Museum im Ortszentrum zu besichtigen. Kostbarkeiten wie oströmisches Glas, griechisches Porzellan, römische Weine, wertvolle Textilien und Schmuckstücke oder römische Bodenmosaike waren den Bewohnern von Iuenna nicht fremd. Römische und keltische Götter wurden gleichermaßen verehrt.

Die Funktion der Siedlung als Militärstützpunkt und Relaisstation ebenso wie die Handelsroute zum oströmischen Reich blieb auch noch unter dem Ostgotenkönig Theoderich intakt. Bereits im Laufe des 4. Jahrhunderts wurde das Gebiet im Arianischen Glauben christianisiert. Auf dem Hemmaberg wurden neben einer älteren Kirche zwei annähernd gleichzeitig erbaute frühchristliche Doppelkirchen ausgegraben, die teilweise reich mit Mosaiken im römischen Stil geschmückt waren. Nach dem Einfall der Slawen (Spätantike), um 500 n.Chr., erlosch die Handelsroute und die schwer verteidigbaren Talsiedlungen verschwanden. Ein Teil der Bevölkerung dürfte sich wieder auf den Hemmaberg zurückgezogen haben. Globasnitz wurde zwischen 1143 und 1163 erstmals urkundlich erwähnt als Globasinvilla. Die Kirche wurde 1265 erstmals erwähnt, als Pfarre 1296. Die Ortsgemeinde Globasnitz entstand im Jahr 1850, und war zwischen 1865 und 1876 an die Gemeinde Eberndorf angeschlossen. Bei der Gemeindestrukturreform im Jahr 1973 wurde das Gemeindegebiet um Teile der Nachbargemeinden Eberndorf, Sittersdorf und Feistritz ob Bleiburg erweitert. Am Bergrücken in Richtung Hemmaberg sind noch Mauerreste der einstigen Burg Feuersberg (ein Hinweis auf Kreidfeuer) vorhanden.

 

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Hemmaberg mit
  • Ausgrabungen 5 frühchristlicher Kirchen
  • Wallfahrtskirche hl. Hemma und Dorothea
  • Rosaliengrotte mit Rosalienquelle
  • archäologisches Museum Hemmaberg/Juenna
  • Gräberfeld Globasnitz-Ost – ostgotisches Gräberfeld aus der Zeit der Völkerwanderung und Ausgrabung einer frühchristlichen Kirche
  • Kirche Mariae Himmelfahrt – romanisch-gotische Pfarrkirche mit Wandmalereien aus dem 14./15. Jahrhundert und römischen Reliefs. Am Friedhof Karner und Totenleuchte aus dem frühen 16. Jahrhundert.
  • Kirche St. Stefan unter Feuersberg
  • Schloss Elberstein in Globasnitz, wurde nach jahrelanger Arbeit vom Globasnitzer Johann Elbe errichtet und ist für die Öffentlichkeit zugänglich.

 

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Hemmaberg Petzn