Gemeinde Gitschtal
Die Gemeinde liegt im gleichnamigen, rund 15 Kilometer langen Seitental des Gailtales. Das Tal erstreckt sich von der Stadt Hermagor bergwärts in nordwestliche Richtung. Sein Hauptfluss ist die Gössering, die südlich von Hermagor in die Gail mündet. Die Breite des Talbodens beträgt durchschnittlich 1 km, seine Höhenlage senkt sich allmählich von 880 auf 600 m ü. A. Die Gemeindegrenzen auf den Bergkämmen verlaufen im Norden mit dem Mittagsnock auf 1.508 m sowie im Süden (Richtung Obergailtal) mit der Hochwarter Höhe bis auf 1.688 m. Das Landschaftsbild wird jedoch von dem im Westen liegenden Gebirgsstock des Reißkofels (2.371 m) geprägt, wobei die Grenze der Gemeinde Gitschtal bis auf einen Vorgipfel, nämlich dem Sattelnock, 2.033 m, reicht. Im Osten des Gemeindegebietes verläuft die Gemeindegrenze auf den nach Norden steil zum Weißensee abfallenden kahlen Gipfel des Golz, 2.004 m.
Die erste urkundliche Erwähnung einer Gitschtaler Ortschaft ist die von Weißbriach aus dem Jahr 1331. Ab dem 16. Jahrhundert wurden im Gitschtal Edelmetalle und später Eisenerz abgebaut. Im Gösseringgraben befanden sich Hammerwerke, die Mitte des 17. Jahrhunderts von Baron Kranz aufgekauft wurden und bis zu ihrer Stilllegung im 19. Jahrhundert für einen steilen wirtschaftlichen Aufstieg sorgten. Der Fremdenverkehr im Gitschtal begann in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Kneipp-Kurhaus gebaut. Die heutige Ortsgemeinde Gitschtal konstituierte sich im Jahr 1850 zunächst als Gemeinde Weißbriach. Im Zuge der Gemeindestrukturreform wurden die beiden bis dahin selbständigen Gemeinden Weißbriach und St. Lorenzen im Gitschtal zur Gemeinde Gitschtal 1973 zusammengefasst.
Copyright: © Dieser Eintrag beinhaltet Material aus Wikipedia und ist lizensiert auf GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar




