Bleiburg
 

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Die erste urkundliche Erwähnung findet sich vor 1000: Bischof Albuin von Brixen schenkte seinem Bruder, dem Grafen Aribo, das Gut Liupicdorf, das spätere Bleiburg. Im Jahre 1228 wurde Bleiburg erstmals als castrum et forum pliburch erwähnt. Im 13. Jahrhundert kam das Gebiet in den Besitz der Grafen von Heunburg, danach der Pfannberger und ab 1338 der Auffensteiner. Durch deren Aufstand und Verschwörung gegen die Habsburger kam es 1368 zur Belagerung und Verwüstung des Marktes, der danach landesfürstlich wurde. Wieder aufgebaut, erhielt er 1370 das Stadt- und 1393 das Marktrecht. Dieses bildet noch heute die rechtliche Grundlage für den Bleiburger Wiesenmarkt, der jährlich stattfindet. 1473, 1476, 1478 wurde die Stadt von den Türken stark zerstört. 1479 Erneuerung der Stadtbefestigung. 1739 großer Brand. 1864 wurde die Stadt an die Bahnlinie FranzensfesteKlagenfurtMarburg angeschlossen.

2. Republik: Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges fand rund um das Gemeindegebiet das Massaker von Bleiburg statt. Mitte Mai 1945 wurden in der Grenzstadt Bleiburg Tausende kroatische Domobranen, Ustascha- Soldaten und slowenische Domobrancen von den Briten an das titokommunistische Jugoslawien ausgeliefert. Ebenso wurden etliche österreichische Staatsbürger Deutschkärntner und deutschgesinnt slowenischsprachige Menschen aus Bleiburg und Südkärnten bei diesen Nachkriegsmassakern der Titokommunisten getötet. Seit den 1980ern ist Bleiburg auch in den Kärntner Ortstafelstreit verwickelt.

Sehenswürdigkeiten: 

  • Der Hauptplatz mit Pestsäule von 1724 ist umstanden mit Häusern aus dem 16. bis 18. Jahrhundert; die schlichten Fassaden stammen meist aus dem 19. Jahrhundert.
  • Schloss Bleiburg ist ein Renaissancebau im Besitz der Grafen von Thurn-Valsassina. Ursprünglich im frühen 12. Jahrhundert auf einem Hügel über der Stadt errichtet, stammt die heutige Bausubstanz großteils aus dem frühen 17. Jahrhundert
  • Die Pfarrkirche Hll. Petrus und Paulus ist ein spätgotischer Bau des 14. Jahrhunderts
  • Die Wallfahrtskirche Heiligengrab, ein Barockbau aus dem Jahr 1761 steht auf einem Kalvarienberg.
  • Werner-Berg-Galerie am Hauptplatz
  • Kiki-Kogelnik-Elternhaus am Hauptplatz
  • Der Freyungsbrunnen von Kiki Kogelnik ist eines der späten Hauptwerke der Künstlerin Kiki Kogelnik und wurde aus Anlass des 600-jährigen Jubiläums des Bleiburger Wiesenmarktes im Jahre 1994 geschaffen. Der Brunnen vor ihrem Elternhaus stellt den geflügelten St.Lucas-Stier, das Wappentier von Bleiburg, dar. Der Brunnen dient auch als Aufstellungsort der Freyung, dem Symbol für das „freie Markten“. (Die Freyung wird jeweils eine Woche vor den großen Jahresmärkten aufgestellt.) Es sind auch Bestrebungen im Gange, eine „Kiki Kogelnik Galerie“ zu errichten, um so neben dem von ihr gestalteten Freyungsbrunnen eine weitere Dokumentation der Bleiburgerin präsentieren zu können. 

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