Ursprung des Weihnachtsfestes:
Die Christen feiern vom 24. bis zum 26. Dezember die Geburt von ihrem Religionsgründer Jesus Christus. Der Ursprung des Weihnachtsfest führt jedoch in römische Epoche zurück, als in der Zeit um den 25. Dezember das Fest des Sonnengottes - Sol invictus – zelebriert wurde. Als das Christentum im 4. Jahrhundert Staatsreligion wurde, ersetzte der Geburtstag Christies das heidnische Lichterfest. Im 6. Jahhundert erklärte der oströmische Kaiser Justinian das Weihnachtsfest zum gesetzlichen Feiertag, für den deutschen Sprachraum wurde der 25. Dezember auf der Synode in Mainz (im Jahre 813) als Feiertag festgesetzt.
Weihnachtsbaum: Der Baum ist das Synonym für Weihnachten. In unzähligen Wohnzimmern, öffentlichen Gebäuden und auf Plätzen, vom
Polarmeer bis zum Kap der Guten Hoffnung, sind die kreativ und kunstvoll dekorierten Bäume anzutreffen. Speziell in den kälteren Regionen unseres Planeten hat der Brauch, die lange und düstere Winterzeit mit Pflanzen, als Hoffnungsträger für Leben, Gesundheit und neues Licht, zu schmücken, eine lange Tradition.
Fichten- und Tannenzweige galten als Sinnbild des Lebens, daneben wurden auch der Eibe, dem Buchsbaum, der Mistel und der Stechpalme besondere Kräfte zugesprochen. Für Christen ist der Weihnachtsbaum auch das Symbol des Paradiesbaumes, von dem die Früchte des Lebens gepflückt werden. Die Tanne symbolisiert Fruchtbarkeit, Unsterblichkeit und die Hoffnung auf ein Wiedererwachen der Natur ("O Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter,…"). Seine Wurzeln hat der Christbaum im antiken Rom, wo man das neue Jahr mit Lorbeerzweigen begrüßte. Erste Berichte über den Gebrauch von Weihnachtsbäumen gehen auf das Spätmittelalter zurück. 1419 sollen Mitglieder der Bruderschaft der Freiburger Bäckerknechte im Heilig Geist Spital einen Weihnachtsbaum mit Äpfeln, Birnen, Oblaten, Lebkuchen, Flittergold, gefärbten Nüssen und Papierblumen geschmückt haben.
In Österreich fand der Weihnachtsbaum durch die Gattin Erzherzog Karls, die protestantische Prinzessin Henriette von Nassau-Weilburg, Verbreitung. Sie war es auch, die den Christbaum mit 12 Kerzen, für jeden Monat eine, schmückte - ein Brauchtum, das sich innerhalb weniger Jahre in ganz Österreich durchsetzte. Als Kaiser Wilhelm I. Weihnachten mit einem festlich dekorierten Weihnachtsbaum im Schloss Versailles feierte, avancierte der Weihnachtsbaum zum nationalen deutschen Symbol. Ab 1900 trat der Weihnachtsbaum seinen Siegeszug durch die Welt an.

Christbaumschmuck:
Da in der christlichen Symbolik der Tannenbaum für den Paradiesbaum steht, bestand sein ursprünglicher Schmuck aus Früchten, vor allem aus Äpfeln, die man in Gold- und Silberpapier einrollte. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit unser heutiger Christbaumschmuck in Form bunter Kugeln. Den ersten mit Äpfeln und Sternen geschmückten Tannenbaum zeigt ein Kupferstich aus dem Jahre 1509 von Lucas Cranach dem Älteren. Anfang des 19. Jahrhunderts waren es vor allem Äpfel, Oblaten und Gebäck, die den Baum zierten. Im Historismus verschönten ihn neben Lebkuchen und Kugeln auch Glasketten, Glassterne, Pappblumen, Wattefiguren, Zinnschmuck, Glasvögelchen, Rauschgoldengel und Lametta. 1870 wurde der erste Christbaumschmuck industriell hergestellt. Der Jugendstil war gekennzeichnet durch silberne Glaszapfen, Ketten, weiße Kerzen und Lametta. Besonders vielfältig war der Schmuck in den vergangenen Jahrzehnten - von den Designerobjekten der 80er Jahre bis zu den Stroh- und Holzschmuckverzierungen mit Bienenwachskerzen, gemäß den Trend „Zurück zur Natur“, in den letzten Jahren.
Licht - Weihnachtsbeleuchtung
Licht ist der wesentliche Bestandteil unseres Lebens - ohne die Energie der Sonne hätte niemals Leben auf unserem Planeten entstehen können. Licht ist Wärme, und Wärme bedeutet Leben. Erst seine Absenz macht uns die Signifikanz des Lichtes deutlich. Zahlreiche Menschen in nördlichen Regionen sind von jahreszeitlichen Stimmungsschwankungen (SAD – Seasonal Affective Disorder) bedroht, verfallen oftmals in „Winterdepressionen“, der Alkoholkonsum steigt und auch die Selbstmordrate klettert in die Höhe, gleichzeitig fällt die berufliche Leistungsfähigkeit.
Um die Nächte zu verkürzen, müssen künstliche Beleuchtungen installiert werden. Städtische Regionen verwandeln sich daher in strahlende Erlebniswelten. Leuchtdekorationen überziehen die Straßen, Christbäume erhellen Plätze, Lichterketten zieren Gebäude und in den Fenstern funkeln Weihnachtsdekorationen. Die Stadt erstrahlt im Lichterglanz, wird zu einer neuen Umwelt für ihre Bewohner. Vor allem die Kerze nimmt eine wesentliche Position in der weihnachtlichen Beleuchtung ein. Die Symbolik des Lichtes spielt in der Advent- und Weihnachtszeit eine besondere Rolle. Die Kerzen auf dem Adventkranz geleiten - der Reihe nach angezündet - als aufsteigendes Licht zum Lichterglanz am Christbaum. Vor allem in solchen Regionen, in denen der Dezember die kürzesten Tage und die längsten Nächte aufweist, wurden die Kerzen zu einem wesentlichen Lichtbringer. In Skandinavien entzündete man sie um den Frost zu vertreiben, und im antiken Rom wurden bei den Saturnalien Kerzen an Bäumen entfacht.

Die keltischen Druiden entzündeten sie zu Ehren ihres Sonnengottes Balder, in Persien aus Hochachtung vor dem Lichtgott Mithras. Für fast alle „Antiken Völker“ bedeutete ein neues Licht auch neues Leben. Im Mittelalter stellten die Menschen in der Nacht vor Weihnachten Kerzen in ihre Fenster, um „das Christkind“ auf seinem Weg zu geleiten. In den Kirchen nahmen Kerzen stets einen besonderen Platz ein. Im Ablauf des Kirchenjahres sind sie allgegenwärtig, ob als Lichtmesskerzen, Osterkerzen, Erstkommunionkerzen oder Kerzen am Adventskranz. Sie waren und sind ein Zeichen des Gebets und der Verehrung, ein Symbol der Friedfertigkeit, Hoffnung und Mahnung. Um 1730 erhielten die ersten Weihnachtsbäume Lichter, vielfach Öllämpchen, die aus Nussschalen gebastelt wurden. Im 19. Jahrhundert setzten sich in gut situierten Häusern Bienenwachskerzen durch.
Doch erst mit der Erfindung von Stearin und Paraffin konnten auch Mittellose ihren Baum mit - möglichst 24 - Kerzen erleuchten lassen. Da die Kerzen jedoch nicht den ganzen Tag brennen konnten, wurden goldene Äpfel und Nüsse auf die Zweige gehängt, um an das Symbol des Lichts anzuschließen. Heute erstrahlen Christbäume im Kerzenlicht, auch wenn die elektrische Beleuchtung, auf Grund der Brandgefahr, immer öfter die ursprüngliche Wachskerze ersetzt hat. Für uns ist das Licht zur Weihnachtszeit, das Straßen, Plätze, Schaufenster und Wohnungen erhellt, ein Symbol für Wärme und Geborgenheit, es vertreibt die Dunkelheit und schenkt Orientierung. Es ist ein Licht, das den Augen und auch der Seele wohl tut.

Stern
Zahlreiche antike Völker erschufen Mythen um Sterne, einige betrachteten sie als Götter. Der Stern wurde bereits um 5.000 vor unserer Zeitrechnung als Symbol der Reinheit, der Güte und des Friedens verehrt. Die Ägypter glaubten, dass bestimmte Götter die Sterne lenkten, in China wurden Sternbilder angebetet, und bei den Babyloniern war das Schriftzeichen von drei Sternen gleichbedeutend mit Gott. Der Stern ist jedoch auch das Symbol des Himmels, man assoziierte ihn mit dem Stern von Bethlehem, der die Geburt Christi angezeigt und die drei Könige zum Stall mit dem neugeborenen Jesus geführt haben soll. Der Stern ist das am häufigsten gebrauchte Symbol auf Flaggen (auf 80 Nationalflaggen ist er vorzufinden), wobei der Symbolgehalt unterschiedlich ist - während er in Verbindung mit der Mondsichel als Symbol für den Islam gilt, steht er auf der Flagge der Marschall-Inseln für das Christentum. In manchen afrikanischen Staaten versinnbildlicht der Stern Einheit, aber auch, wie am Beispiel Somalia ersichtlich wird, die Vielfalt (fünf Sterne für die Regionen in denen Somalis leben).

Weihnachtsmann / Christkind
Der Weihnachtsmann, als Nachfolger des hl. Nikolaus, war der weihnachtliche Gabenbringer in Nordeuropa. Im 17. Jh. brachten Holländische Siedler die Nikolaustradition nach Amerika, von wo aus er als „Santa Claus“ oder „Weihnachtsmann“ seinen Siegeszug um die ganze Welt antrat. Mitte des 19. Jh. schrieb der Amerikaner Clement Moore in seinem Gedicht "Ein Besuch vom Nikolaus" über die Bescherung mit Geschenken. Der Nikolaus soll zu diesem Zweck, mit Hilfe von fliegenden Rentieren, von Schornstein zu Schornstein fliegen, um seine Gaben zu verteilen.
Den Ursprung dieses Märchens dürfte Moore, der Professor für ostasiatische Sprachen und Literatur war, bei einigen nordsibirischen Stämmen entdeckt haben. Diese verehrten einen Rentiergeist, zu dem nur der Schamane Kontakt knüpfen konnte. Dieser gelangte fliegend (in Drogentrance) in das Reich der Geister (durch das Rauchabzugsloch seiner Hütte), von wo er Geschenke für die Lebenden mitbrachte. Im Süden und Osten Deutschlands sowie in Österreich beschert das Christkind die Kinder mit Geschenken. Zunächst waren es ausschließlich Süßigkeiten, später wurde es Brauch auch Erwachsene mit Schmuck und kleinen Präsenten zu überraschen.
Da Weihachten allgemein mit der Geburt Christies in Verbindung steht, liegt die Variante mit dem geschenkverteilenden Christkind eigentlich näher. Heute ist der Weihnachtsmann auch in unseren Breiten, durch seine gute Vermarktbarkeit, allgegenwärtig. Ein dicker, freundlich lächelnder alter Mann mit weißem Bart, Schlitten und Rentieren lässt sich gut verkaufen. Die meisten Menschen haben ihn bereits als Weihnachtssymbol akzeptiert, und das, obwohl der Nikolaus bei uns bereits am 6. Dezember erscheint. Santa Claus hat sich wie Micky Maus in unser kollektives Bewusstsein eingeschlichen und so einen Triumphzug angetreten, der seinesgleichen sucht. Ob in Schaufenstern, auf Fassaden, als lebensgroße Figur auf der Straße, als Karussellfigur oder als Süßigkeitenverteiler – Santa Claus ist allgegenwärtig. Wie man auch immer zu dieser Entwicklung stehen mag – „Kitsch“ gefällt und fasziniert, und vor allem Kinder sind, durch die Flut amerikanischer Weihnachtsfilme, bereits primär auf diese Figur fixiert.

Äpfel
Viele Weihnachtsbäume werden traditionell mit Äpfeln geschmückt. Äpfel gelten seit jeher als Sinnbild für Fruchtbarkeit und ewiges Leben. In der christlichen Mythologie gilt der Apfel als „Verbotene Frucht“, die Erkenntnis bringt, und deren „Missbrauch“ die Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies zur Folge hatte. Jedoch wird dem Apfel nur in der deutschen Übersetzung dieses negative Attribut zuteil, während im Urtext der Bibel lediglich von "Frucht" gesprochen wird. Für die Mittelmeervölker sind der Granatapfel, die Feige und die Quitte die verbotenen Früchte, der Apfel jedoch ein uraltes Fruchtbarkeitssymbol. So wird er oftmals als Symbol für Liebe und Schönheit herangezogen. Der Apfel (oftmals Granatapfel) war wegen der zahlreichen Kerne im Gehäuse zum Symbol der weiblichen Fruchtbarkeit und zum Wahrzeichen der Liebe avanciert und wurde oftmals mit Göttinnen der Liebe und Erotik assoziiert. Beim antiken Schönheitswettbewerb zwischen den Göttinnen Hera, Artemis und Aphrodite reichte Paris einen goldenen Apfel der Schönsten, Aphrodite. Neben Aphrodite war der Apfel auch ihrem römischen Pendant Venus, der römischen Göttin der Liebe und Sinneslust, Demeter, der Göttin der Fruchtbarkeit, Hathor, der ägyptischen Liebesgöttin und Iduna, die bei den nordischen Völkern in Sachen Liebe kompetent war, zugeordnet.
Bei den Kelten findet man ebenfalls das Symbol des Apfels. Die Insel Avalon, die angeblich letzte Ruhestätte des sagenumwobenen König Arthus, war die Insel der Äpfel. In der chinesischen Symbolik ist die Apfelblüte ein Sinnbild für Schönheit und Frieden. In verschiedenen Fabeln und Märchen wird der Apfel als Symbol verwendet. So starb Schneewittchen im gleichnamigen Märchen von den Gebrüder Grimm fast an einem Stück vergifteten Apfels, Herkules sollte drei goldene Äpfel der Hesperiden rauben, und Willhelm Tell musste einen Apfel vom Kopf seines Sohnes schießen. In der heutigen Zeit zählt der Apfel als vitaminreiches Obst zum täglichen Speiseplan und hat sich als Symbol für gesunde Ernährung etabliert. Damit hat sich auch bei uns die alte englische Weisheit „an apple a day, keeps the doctor away“ durchgesetzt.

Granatapfel Urteil des Paris - Peter Paul Rubens

Äpfel der Hesperiden - Hans von Marèes
Adventkranz
Für die Adventszeit wird ein Kranz aus Tannenzweigen gebunden, auf dem 4 Kerzen angebracht werden. Schon in der Antike war der Kranz als Siegeszeichen bekannt. 1833 berichtete der Theologe Johann Wichern von kranzförmig aufgestellten bunten Wachskerzen für eine Andacht. Da jeden Tag der Adventszeit eine Kerze angezündet wurde, hatte der Adventkranz zunächst 24 Kerzen, die jedoch bald auf vier (für jeden Sonntag eine) verringert wurden. Dieses Brauchtum verbreitete sich bis heute weltweit.
Der Kreis
In verschiedenen westlichen und östlichen Traditionen spielt der Kreis eine gewichtige Rolle. Er symbolisiert Geschlossenheit und Vollkommenheit, die Harmonie der Natur und des Universums. Eine weitere Entsprechung des Kreises ist der Himmel - die wichtigsten Himmelskörper, Sonne und Mond, erscheinen als Kreisscheiben am Firmament. Auch im Christentum symbolisiert dieses Zeichen den Himmel, die Ewigkeit, in der es keinen Anfang und kein Ende gibt, es entspricht der göttlichen Vollkommenheit. Für das Alltagsleben hat der Kreis eine besondere Bedeutung - Menschen leben im „Kreis der Familie“, haben einen „Freundeskreis“ oder schenken sich Ringe als Symbole ihrer Verbindung. Die „Quadratur des Kreises“ symbolisiert die Unmöglichkeit eines Unterfangens.
Die Kugel
Die Kugel gilt in vielen Kulturen die vollkommenste Form! Sie stellt die Unendlichkeit und himmlische Vollkommenheit dar. Eine Kugel hat keinen Anfang und kein Ende, kein oben und unten, kein links und rechts, sie ist Symbol für das Ganze.
Das Dreieck
Das Dreieck ist eines der symbolhaftesten Zeichen. Es ist ein Synonym für die Zahl drei und steht mit der Spitze nach unten für das Element Wasser und für die Weiblichkeit, mit der Spitze nach oben für das Element Feuer und die Männlichkeit. In der altgriechischen Mystik galt das Dreieck als Zeichen der kosmischen Geburt. In der christlichen Religion wird mit dem Dreieck die Dreifaltigkeit (Vater, Sohn und heiliger Geist) versinnbildlicht. Auch in anderen Religionen findet man die Dreiteilung vor - im Hinduismus stehen die drei Götter Shiva, Vishnu und Brahma im Zentrum des Glaubens, im Buddhismus erreicht man den göttlichen Einklang in drei Schritten - durch das Zusammenspiel von Erkenntnis, wahrem Sein und dem segensreichen Wirken der Gemeinde. Das Dreieck steht auch für Stabilität. So bauen demokratische Staatsformen auf das Zusammenspiel von Legislative, Judikative und Exekutive auf.
Der Mond
Der Mond symbolisiert Gefühle und Emotionen, er steht für die Phantasie und für die seelische Grundstimmung des Menschen. Er fördert die geheimnisvollen und unsichtbaren Kräfte der weiblichen Sphäre, die passiv empfangenden Kräfte der Intuition, wogegen die Sonne als "männliches" Gestirn für das Tagbewusstsein, für aktiven Tatendrang und für erhellendes Denken steht. Speziell in matriarchal strukturierten Gesellschaften kann eine starke Mondorientierung festgestellt werden. In der Mythologie wird der Mond meist als Göttin verstanden, deren drei Gesichter eine Mädchen- oder Jungfrauengestalt (Neumond), eine fruchtbare Mutter (Vollmond) und eine weise, alte Frau, die sich der Magie verschrieben hat (abnehmender Mond), darstellen. Diese stetige Veränderung wurde mit dem Entstehen und Vergehen in der Natur gleichgesetzt.
Während der Mond im Deutschen meist mit männlichen Attributen behaftet ist, wird sie in den meisten anderen Sprachen mit einem weiblichen Artikel versehen. Zu den verschiedenen Namen der Mondgöttin/des Mondgottes gehören: Nannar (sumerisch), Sín (babylonisch), Ah (ägyptisch) oder Tschandar (indisch). Andere Göttinnen, die mit dem Mond gleichgesetzt wurden, waren Selene (griechisch Mondgöttin), Luna (römische Mondgöttin), Diana (römische Göttin des Frauenlebens, des Mondes, der freien Natur, des Wildes und der Jagd), Artemis (griechische Göttin der Jagd, Herrin der Tiere) oder Hekate (griechische Göttin der Zauberei und des Spukwesens). In der germanischen Mythologie war der Mond der Bruder der Sonne.
Auch heute nimmt der Mond eine zentrale Stelle in unserem Leben ein. Für die meisten Menschen ist nicht nur sein Einfluss auf die Gezeiten und das Pflanzenwachstum Realität, sondern auch seine Wirkung auf den Menschen selbst. Mondkalender gehören mittlerweile zur Standardausstattung eines fast jeden Haushalts – man konsultiert ihn vor jedem Frisör- oder Arztbesuch. Viele schreiben auch ihre Schlaflosigkeit oder Aggressivität dem Voll- oder Neumond zu. Alles in allem gewinnt der ungefähr 380.000 Kilometer entfernte Erdtrabant eine immer größere Macht auf das Leben der Menschen. Durch seine Nähe und seine Präsenz am Himmel hat er seit jeher fasziniert, wodurch sein symbolhafter Gebrauch auch verständlich wird.