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Propsteipfarrkirche St. Margareta

Urkundlich erwähnt wird die Kirche erstmals zwischen 1180 und 1193, sowie zwischen 1200 und 1206. Am Kirchplatz finden sich eine Votivinschrift, Spolien, eine römerzeitliche, enthauptete Sitzstatue (Landesgöttin Isis Noreia), eine Steinfigur des hl. Johannes Nepomuk und ein Taufbecken. Die letzte Restauration wurde 1973/1974 durchgeführt. In den Jahren 2008/2009 wurde der Kirchenvorplatz neugestaltet. Die Straßeneinfahrt wurde verlegt und mit Stufen wurde der Platz von der Straße abgegrenzt. Links davon befindet sich das alte Taufbecken, das zu einem Brunnen umfunktioniert wurde und somit wiederbelebt wurde. Rechts befindet sich, unter einer Stahl-Glas Konstruktion, die kopflose Sitzstatue der Göttin Isis Norea. An der Südseite wurde eine bepflanzte Pergola errichtet, worunter man auf Bänken rasten kann. So entstand ein neues Ortsbild, mit dem alle Wietinger zufrieden sind. Es präsentiert sich eine große Kirche mit Vierungsturm und Kapellenanbau südlich des Chores; sie ist mit der westlich davon gelegenen Propstei durch einen gedeckten Gang verbunden. Die genaue Baugeschichte ist allerdings unklar.

Das große flachgedeckte Langhaus ist im Kern mit hoher Wahrscheinlichkeit romanisch. Vor dem Triumphbogen betritt man ein offenes Turmerdgeschoß mit einem spätgotischen Sternrippengewölbe über mächtigen Pfeilern; südlich und nördlich davon schließen sich querschiffartig Joche mit Kreuzrippengewölben an. Wandmalerei zwischen 1446 und 1459 präsentiert sich im Sternrippengewölbe des Turmerdgeschoßes vor dem Triumphbogen und in den beiden seitlich anschließenden Jochen mit Kreuzrippengewölben: Schlusssteine jeweils mit Wappen Laun von Haunstein, in den Gewölbefeldern im südlichen Sternjoch 4 Wappen Laun, Hanau, Rugkendorff und Lembucher wurden eingesetzt; im Mitteljoch dann Laun, Seissenegg, Anna Laun und Stegberg; im nördlichen Seitenjoch prangen 4 Wappen Laun, Hanau, Laun, Laun. Ein spätgotischer einjochiger Chor ist mit fünfachtel-Schluss und Netzrippengewölbe auf achteckigen und runden Diensten überbaut. Schlusssteine sieht der Betrachter im Gewölbe des Chores und des Turmjoches mit Christushaupt, das Lamm Gottes. Eine gotische Sakramentsnische wird mit einem Gitter geschützt. – Beschreibung der Gewölbemalereien im Chor: Schweifgrotesken, Christus und Maria, Engel mit Leidenswerkzeugen, Heilige um 1620; im Querhaus Gewölbemalereien mit Wappendarstellungen, Wappensteine der Familie Laun von Haunstein (1446-59). Die südlich an den Chor anschließende Sakristei, ein quergelagerter Bau mit fünfachtel-Schluss und spätgotischem Sternrippengewölbe auf zum Teil figuralen Konsolen, ist wohl als Rest des 1277 sive carnarium geweihten romanischen Rundkarners anzusehen, der ursprünglich freistehend bereits 1459 beim Umbau der Kirche mit dem Kirchenraum verbunden und zur Sakristei umfunktioniert wurde. Spätgotisches Verbindungsportal zum Chor mit eisenbeschlagener Tür. – Im Inneren Wandmalerei, Rankenwerk, fragmentarische Reste einer Wandmalerei Ende 13. bzw. Anfang 16. Jahrhundert. 

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